2010-Aktivität


Männerriegereise 2010  Kiental - Griesalp  (Bilder)

Am Samstag, 28. August morgens früh um 06.20 Uhr, besammelten sich am Bahnhof Busswil 6 „echte“ Männerriegeler ( Kurt, Peter, Anton, Alfred, Fritz und meine Wenigkeit) mit den geladenen Gästen ( Hans, Heinz und Hanspeter), um die diesjährige Männerriegereise anzutreten. Kurzfristig mussten leider 3 Angemeldete Turner (Roland, Daniel und Max wegen Krankheit oder Unfall absagen. Wir wünschen Ihnen gute Besserung. Mit ein paar Minuten Verspätung, fuhren wir mit der Bahn zu unserem ersten Etappenziel nach Thun. Übrigens der Wettergott hatte schlechte Laune, die Wolken hingen tief und je mehr wir uns Thun näherten, desto dunkler wurde es. Wenigstens blieben wir im Moment noch vom Regen verschont. Kurt hatte uns eine Überraschung in Thun versprochen. Diese bestand aus dem Besuch der alten Messerschleiferei Schoder. Herr Schoder führt das Geschäft in der 4. Generation und feiert im nächsten Jahr das 125 jährige Firmenjubiläum. Es war sehr interessant zuzuschauen, wie er Scheren und Messer schliff. Mit sehr wenigen Erneuerungen benutzt er die gleichen Maschinen wie anno dazumal. Seine Kundschaft ist sehr vielseitig und besteht aus Hoteliers. Restaurants, Küchenangestellten und natürlich sehr vieler Privatkundschaft. Leider wird dieses Geschäft nach der Pensionierung von Herrn Schoder geschlossen, da es keine Nachfolger gibt. Dort trafen wir ebenfalls Yolanda (Freundin und Lebenspartnerin von Kurt) und Peter, ein mehrjähriger Begleiter auf unseren Reisen. Nach einem kurzen Aufstieg zum Schloss Thun, genossen wir die Aussicht über die Dächer der Stadt und den benachbarten Gemeinden. Die Besichtigung der Schleiferei und der kleine Fussmarsch machten uns durstig und hungrig. Yolanda hat einen wundervoll schmeckenden  Speck – Zopf gebacken. Zusammen mit einem Glas Weisswein genossen wir das Znüni auf der oberen Schleusenbrücke. Übrigens die obere wie die untere Schleusenbrücke sind mit wunderschönen Geranien dekoriert. Nochmals besten Dank an Yolanda und Kurt für das Znüni. Anschliessend verabschiedeten wir uns von Yolanda und Peter um das Motorschiff „Bubenberg“ zu besteigen, das uns nach Spiez bringen sollte. Auf dem Schiff wurden zum ersten mal die Jasskarten gemischt und mit ein wenig Ärger (gäll, Hanspeter) genossen wir den „Spiezer“ Wein ohne zu ahnen, das wir mit dem Preis beinahe das ganze Schiff hätten finanzieren können. Im Spiezer Hafen bestiegen wir das durch den Organisator bestellte und Finanzierte „Bähnli“, das uns durch den strömenden Regen und einigen Umwegen zum Bahnhof führte. Nach ein  paar Minuten Bahnfahrt mit der BLS nach Reichenbach, mussten wir schon wieder umsteigen. Mit einem 21 Sitzplätze ausweisenden Postauto, fuhren wir nun nach Griesalp. Grössere Postautos können den letzten Teil des Weges wegen den engen Kehren und der 28% Steigung – übrigens ist diese Strecke die steilste Postautostrecke Europas – nicht befahren. Es war sehr eindrücklich wie es „obsi“ ging. Der wilde Wald, die vielen Wasserfälle. Das viele Wasser bedingt durch den stundenlangen Regen und die Griesalp Hexe, die mitten im Fluss steht. Nicht ganz zu Unrecht, heisst dieser Abschnitt auch „Häxekessel“. Es schüttete übrigens immer noch wie aus Kübeln. Auf der Griesalp angekommen genossen wir das Mittagessen und hofften, leider vergebens, das der Regen aufhöre. Zirka um 15 Uhr, bei ein wenig nachlassendem Regen, machten sich 5 wetterfeste Kameraden auf den Weg um per „Pedes“ zu unserem Nachtlager zu gelangen. Nach gut zwei Stunden Wandern, erreichten wir das Hotel Bären in Kiental. Die restlichen 4 mischten erneut die Karten und folgten später mit dem Postauto. Nach einem wohlverdienten Apèro mundete uns das Nachtessen vorzüglich. Nach dem Essen wurden die Jasskarten wieder installiert und der ganze Abend diesem Nationalsport gefrönt. Hie und da gab es laute Töne, aber niemand lief Gefahr, eine blutige Nase oder ein blaues Auge zu riskieren. So nach und nach sucht jeder seine Schlafstätte auf und gegen 1 Uhr wurde es vollends ruhig im Hotel, so dass auch der Wirt und die Bedienung ihren wohlverdienten Schönheitsschlaf  antreten konnten.

Am anderen Morgen, man glaubt es kaum: Nach dem verregneten und Grauen Samstag, (wie heisst das Lied: Blau, blau, blau blüht der Enzian….) präsentierte sich der Himmel dunkelblau, ohne Wolken und die Sonne lachte uns entgegen. Ist ja klar, sie musste noch etwas gutmachen. So nach und nach erschien unsere Truppe zum Frühstück mit mehr oder weniger müden Augen, wortkarg aber gutgelaunt. Um 9 Uhr brachen wir auf, um per Sesselbahn nach Ramslauenen (1650m. ü. M.) zu gelangen. Dort oben mussten wir noch kurz die Aussicht geniessen und unseren kleinen Durst nach dieser „ Anstrengung“ löschen. Doch schon bald bat unser Reiseleiter die Rucksäcke zu schnallen und den Weg nach Reichenbach unter die Füsse zu nehmen. Das Wetter war schön und nicht allzu heiss. Der Wind blies uns sanft ins Gesicht. Also ideales Wanderwetter. Inzwischen sind auch einige Wolken am Himmel aufgetaucht, doch die Gefahr einer Dusche von oben bestand nicht. Nach einem kurzen Aufstieg ging es praktisch nur noch bergab. Es war eine schwierige Wanderung, da es nach dem samstäglichen Regen sehr glitschig war. Der Weg führte uns über zum Teil abenteuerliche Kuhweiden, Gras, Steine und Asphaltwege. Die vielen Kühe und Geissen schauten uns belustigend zu wie wir uns im Gelände abmühten. Es gab auch drei bis vier kleinere Stürze (Ausrutscher). Jedenfalls gelangten alle nach 3 oder 4 Stunden anstrengendem Wandern im Restaurant Bahnhof in Reichenbach ein. Reichenbach liegt auf  702 m. ü. M., also mussten wir eine Höhendifferenz von gut 850 Metern bewältigen. So war es nicht verwunderlich das die „Wädli“ und Oberschenkel fast aller Teilnehmer schmerzten. Der Muskelkater lässt grüssen. Also genossen wir das Sitzen auf einem bequemen Stuhl und nur im Notfall wurde dieses Utensil verlassen. Das Wandern hat das Hungergefühl wieder aktiviert und die meisten bestellten eine Bratwurst à la Bauern, avèc Sauce d’ Ognon mit Pommes. Zwei begnügten sich mit Sandwich und einer verweigerte jede Nahrungsaufnahme. Dazu mussten wir unseren Flüssigkeitsverlust mit Gerstensaft ausgleichen. Nach dem Essen wurde….  richtig geraten …. wieder gejasst. Um 16.30 Uhr bestiegen wir den Schnellzug Richtung Thun und Bern. Da wir nur versetzt im Zug sitzen oder stehen konnten, mussten wohl oder übel die Jasskarten versorgt bleiben. In Busswil angekommen, durfte der Schlummertrunk im Restaurant Bahnhof natürlich nicht fehlen.

 

 Trotz Regen, war es eine schöne und interessante Reise, aber auch anstrengend, da sie bei  einigen Teilnehmern an die Grenzen stiess. Der Schreiberling lag jedenfalls fast den ganzen Montag flach. Gründe:  Muskelkater und zuwenig Fitness. Übrigens: Niemand verlor seine Pneus an den Wanderschuhen.
Besten Dank Kurt für das Organisieren und Durchführen der MR - Reise 2010. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr.
Der Schreiberling
Eric Matthey




Turnfest 2010  Münteschemier   (Bilder)

Im letzten Jahr machte ich zum ersten Mal mit unsern neuen Wettkampf in Fit & Fun Bekanntschaft. Dass es eine „Liebe“ auf den ersten Blick war, möchte ich an dieser Stelle nicht bestätigen. Zu gross waren die vielen unbekannten Elemente, zum Beispiel „Turner und Fussball“ oder der Wettkampfteil „ Intercross “. Auch die Disziplin Moosgummiring war etwas gewöhnungsbedürftig. Doch mit Training und fleissigem üben, war auch ich für den neuen Wettkampf motiviert. Mit dem erlernen der Wettkampfteile merkte ich bald, dass nun nicht nur Schnelligkeit sondern auch Koordination, Beweglichkeit und die nötige Geschicklichkeit gefragt sind. Durch das Wintertraining begleiteten uns die neuen Teile immer wieder und schon bald spürten wir, dass bei einigen Teilen Kondition für die langen zwei Minuten gefragt waren. Ab dem Frühling trainierten wir nun den Ablauf intensiver und hofften bald, dass wir auf dem Rasen all die Wettkampfteile durchturnen können. Dank unsern geschulten Kampfrichter, konnten wir auch einige Fehler bei den einzelnen Teilen laufend korrigieren. Nun mit all dem Training rückte das Fest immer näher und bei einigen Turnern stieg die Anspannung. Am Samstagmorgen nach einem kurzen Einlaufen, mussten wir um 09.20 Uhr zu unserem ersten Wettkampfteil mit Fuss - Ball - Korb und Intercross antreten. Das Resultat war bei den Korbwürfen nicht gerade überwältigend da wäre sicher noch Steigerungspotenzial und die Pässe beim Fussball? Da merkte jedermann dass wir keine Profis sind. Beim Intercross war die Leistung schon ansprechender. Nun der erste Wettkampfteil war vorbei und mit Begeisterung und Motivation durften wir um 10.20 Uhr zum Moosgummiring und Tennis – Ball – Rugby Starten. Mit einer Spitzenleistung holten wir uns beim Moosgummiring fast eine 10 und waren für den zweiten Teil so motiviert, dass wir auch hier einen sehr guten Wettkampf absolvierten. Um 11.40 Uhr starteten wir zum 3 Teil mit Ballkreuz und Unihockey. Beim Ballkreuz lief alles nach Plan und fast hätte es wieder für eine 10 gereicht, denn es fehlten nur noch zwei Punkte. Doch jeder Wettkampfteil besteht aus zwei Teilen und beim Unihockey sind uns noch einige Fehler zu viel unterlaufen. Nun war der Ganze Wettkampf vorbei und im Bierzelt durften wir unseren durstigen Kehlen einen kräftigen Schuss Gerstensaft zuführen. Allen  Turnkameraden möchte ich an dieser Stelle für Ihren Trainingsfleiss, Wettkampfeinsatz und Bereitschaft herzlich danken. Doch meinen herzlichen Dank gilt auch unseren Kampfrichtern Colette Fankhauser und Eric Matthey für Ihren, nicht immer ganz einfachen Einsatz.

 Die grosse Überraschung für unsere Riege erfolgte an der Rangverkündigung  am Sonntag, durften wir doch für unsere  26,60 Punkte die Silbermedaille in Empfang nehmen. Nur um 0,25 Punkte war das Resultat von Orpund besser und auf Studen hatten wir einen Vorsprung von 1,79 Punkten. Herzliche Gratulation an unseren Leiter Daniel Lüthi und herzlichen Dank für Deinen Einsatz.

Kurt Krieg