2011-Aktivität

Männerriegereise 2011  (Bilder)

Am letzten Wochenende im August ist bei der Männerriege traditionell die 2- tägige Wanderung angesagt. Doch bei dieser terminlichen Tradition blieb es in diesem Jahr. Ja, es gab diesmal einige Neuerungen zu beobachten.
Zum ersten mussten wir für einmal nicht mehr so früh aus den Federn steigen und wir konnten noch problemlos den Ruchsack am Samstagmorgen packen. Besammlung um halb acht, das ist ja mitten im Vormittag.
Die zweite Neuerung war der Empfang am Bahnhof mit Kaffee und doppelten Gipfeli. Dem Spender Eric sei hier erstmals gedankt.
Kurz vor Acht Uhr bestiegen 14 unternehmungslustige jüngere und ältere Wandervögel den Zug über Biel nach Olten. Hier galt es schon das dritte Novum zur Kenntnis zu nehmen. Die Strecken zwischen dem Umsteigen waren so kurz gewählt. Wir konnten nicht einmal unseren obligatorischen Traubensaft im Zug geniessen.
Nach knapp 1½ Stunden Fahrzeit war unser erstes Ziel Liestal, den Hauptort des Kantons Baselland erreicht. Hier folgte eine nächste Überraschung, doch die ist nicht neu. Das anvisierte Bahnhof Restaurant war geschlossen. Also folgte ein Fussmarsch in den Historischen Stadtteil, wo wir doch noch einkehren durften. Doch hier wich das gedruckte Programm von der Realität ab. Kaffeehalt war nicht angesagt, wir mussten uns mit edlem Traubensaft für die nachfolgende Wanderung stärken.
Nun, nach diesem kleinen Umtrunk in der noch kühlen Strassenbeiz wurden die Wanderschuhe noch einmal kräftig gebunden und die vorerst noch muntere und schwatzende Gruppe wanderte unter der Leitung von Max via Nuglar nach Gempen. Zwischendurch galt es zwar nicht nur einen Urwald und die Eigernordwand in einem zu bezwingen, auch die Erleichterung des Harndranges musste fast im Schritttempo durchgeführt werden. Ja, so schlimm war es nun auch wieder nicht, aber ein bisschen Übertreiben ist ja in. 

An der Postauto Haltestelle in Gempen ist einem Teilnehmer die Anstrengung zu gross geworden und nahm sogleich das Gelbe Auto nach Dornach um mit der Bahn wieder heimisches Gefilde anzusteuern. Da waren’s nur noch dreizehn, für abergläubische Personen ein rotes Tuch. Das nächste Ziel, der Gempenturm war nun in relativ kurzer Zeit erreicht und wir freuten uns nicht nur eine Grossartige Aussicht vom Turm und ein kühles Glas Gerstensaft zu geniessen. Ja, die Aussicht vom Turm war wohl einiges besser als die Pommes zum Essen. Doch auch der „Rjocha aus Spanien“ verwandelte sich während des Servierens zum „Merlot aus Uruguay“ und dazu erwärmte er sich innert kürzester Zeit um ca. 6 Grad. Ja, es sind nicht  alle Lokale mit 3 Sternen angereichert. Nach einer Rundsicht vom Turm, verabschiedeten wir uns von der Schartenfluh und wanderten nach Dornach. Nach einem Zwischenhalt in einem angenehmen Gartenrestaurant fuhren wir mit der Bahn nach Liestal zurück. Nach einem kleinen Fussmarsch erreichten wir unsere Unterkunft und nach Duschen und Tenuewechsel war es an der Zeit, den Apero inklusive Trockenfleisch im Gartenrestaurant zu geniessen.
Bei einem sehr guten und reichlichem Nachtessen verging die Zeit im Fluge und schon bald suchten die ersten Kameraden das Zimmer auf um die müden Beine zu entlasten. Doch hier war schon wieder eine Neuerung. Wo werden denn hier die Jasskarten verteilt? Spät abends wurde es doch noch vier Turnkameraden bewusst, dass sie bis jetzt die Karten nur als Ballast mitgeführt haben. Also Sportplatz auf den Tisch und noch ein kurzes Spiel vor dem Schlafen gehen. 

Sonntagmorgen erwachte ich recht früh und nach der Morgentoilette und einem kleinen Spaziergang ausserhalb des Hotels, musste ich feststellen, dass unsere Reise nicht in der Alpenregion stattfand. Ins Hotel kommt man vor 8 Uhr ohne Schlüssel nicht wieder hinein. Doch das Frühstück war auch ohne Gipfeli, sie wurden kurz vor unserem Aufbruch nachgeliefert, ausreichend und Gut. Gestärkt fuhren wir nun mit dem Bus nach Reigoldswil. Nach einer kurzen Wanderung zur Talstation der Gondelbahn nach Wasserfallen durften wir unseren Allerwertesten auf einer Sitzbank ruhen lassen um ohne besondere Anstrengung, etwa 400 Meter Höhendifferenz zu Überwinden. Doch schon wieder ein Novum, es wurde ohne grossen Kommentar neben der Beiz in der Bergstation durchmarschiert. Nach einem kurzen Aufstieg auf 1000 Meter, wanderten wir unter den Felsen der Passwand zu unserem nächsten Zwischenhalt „Passwanghaus“. Nebst der wunderbaren Aussicht auf die Alpenkette hatte dieses Restaurant noch etwas Besonderes zu bieten. Der Edle Traubensaft löste einen Kleinkrieg „Männer gegen Wespen“ aus. Im Normalfall ein sicherer Sieg für die Männer, doch ein Kämpfer hatte absolutes Pech er wurde von den Gelb – Schwarzen auf arglistige Weise in den Hals gestochen.
Nach dem Apero mit einer kurzen Rast wanderten wir zur „Bikerraststätte“, dem Restaurant Alpenblick auf der Südseite der Passwangstrasse. Hier musste nun unserem Magen etwas Arbeit zugeführt werden, doch ich glaube die Gelb – Schwarze Mannschaft hat es nun ganz auf uns abgesehen, sie wollten unbedingt von unserer Zwischenverpflegung mitessen. Doch schon bald meldete sich unser Wanderleiter und Mahnte uns den Abstieg nach Mümliswil unter die Wanderschuhe zu nehmen. Nun kam es zu einem weiteren Novum, unser Eric wollte doch unbedingt auch noch den letzten Teil der Wanderung mitmachen. War er nun total von der Wespe gestochen oder hatte er kein Geld mehr für das Postauto? Ab Mümliswil transportierte uns nun Postauto und Bahn zurück nach Busswil, wo wir im Rössli noch ein oder auch zwei Glas Gerstensaft zum Ausklang des Wochenendes geniessen konnten. 

Im Namen aller Teilnehmer möchte ich Max Lanthemann und Eric Matthey für die Organisation der Reise herzlich danken.

Ihr habt das sehr gut gemacht!

Der Obmann Kurt Krieg




Seeländisches Turnfest in Ammerzwil

Für die Männerriege war das Seeländische Turnfest in Grossaffoltern eines der Hauptereignisse des Jahresprogrammes. Nicht nur, dass wir uns seit den ersten Turnstunden im Januar mit kurzen Übungsteilen dem Fit & Fun Wettkampf widmeten. Es galt auch unsere gute Rangierung vom letzten Jahr zu verteidigen. Nach langem Üben in der Halle warteten wir mit Sehnsucht auf die Eröffnung des Neu gestalteten Turnhallenplatzes. Doch als der wunderbare Rasen endlich benützt werden durfte, machte uns das launische Wetter einen Strich durch die Rechnung. Wenigstens konnten wir doch noch 2 bis 3 Trainings auf den Aussenanlagen durchführen.

Schon bald war nun das Turnfest vor der Türe. Die Hoffnung auf den grossen Irrtum unserer Wetterfrösche musste ich spätestens am Samstag früh aufgeben. Doch wie das Wetter auch ist, es ist nie schlecht nur die Kleidung ist nicht geeignet. Nun ein Tenue mit T-Shirt und Turnhose ist wohl besser für einen Wettkampf geeignet, als Regenschutz und Gummistiefel. Doch ein echter Turner macht seinen Wettkampf bei jeder Witterung und zwischen den einzelnen Teilen konnten wir uns ja wieder in einem Zelt abtrocknen. Mit einem oder vielleicht waren es auch zwei „Blonden“ im Glas beendeten wir unseren Wettkampf kurz nach 12 Uhr und ich glaube, dass nicht nur die Männerriege Busswil froh war nicht mehr durch den Morast zu springen. Doch unsere Kampfrichter mussten schon bald wieder in den Regen, zu ihrem Einsatz. Ich möchte hier an dieser Stelle Daniel Lüthi und Eric Matthey für Ihr zusätzliches  Engagement recht herzlich danken.

Doch das Regenwetter machte nicht nur den Wettkämpfern Mühe und mussten für Ihren Einsatz motiviert werden. Nein, dem Organisator mit allen Helfern und die Wettkampfleitung war hier sehr gefordert. Im Namen der Turner der Männerriege danke ich Euch allen für Euren Einsatz unter widrigsten Verhältnissen. Ihr habt Eure Arbeiten Super gemacht.

Für die Siegerehrung am Sonntag konnten wir uns bei herrlichem Sonnenschein mit unserem neuen Tenue präsentieren, doch dem Wettergott gefiel eventuell die gelbe Farbe nicht ganz, auf jeden Fall begoss er uns mit einem erneuten Regenguss.

Nun hoffen wir, dass wir im nächsten Jahr an unserem Turnfest in Lyss richtig schönes Festwetter geniessen dürfen. Wir werden auf jeden Fall wieder am Wettkampf Fit & Fun teilnehmen.

Kurt Krieg