2016-Aktivität

 Seeländisches Turnfest Schüpfen

Ja, meine Hoffnung mit 10 Turnern am Turnfest zu starten verflog im Frühling, da  zwei Turner aus unserer Riege durch Unfall oder Krankheit ausgefallen sind und sich ein dritter über diese Zeit geschäftlich im Ausland aufhalten

sollte. Lange musste ich mit dem Gedanken spielen, bei den TV Männern für ein bis zwei Wettkampfteile einen Turner auszuleihen. Doch zwei Wochen vor dem Turnfest erhielten wir unerwartet ein Neumitglied in unsere Riege und die Geschäftsreise war wegen der Terrorgefahr in Paris gestrichen. Somit konnten wir doch noch mit  8 Turnern zum Wettkampf antreten. Ja, da war Spannung bis zum letzten Training. Wen konnte ich bei welchem Wettkampfteil einsetzen,  insofern nichts unvorhergesehenes geschieht? Also alles in allem eine unsichere  Ausgangslage.  Das einzige, das ziemlich sicher am Turnfest da sein wird, das Regnerische Wetter. Der  erste Wettkampfteil Moosgummiring und Intercross konnten wir bei idealem Wetter auf gutem Terrain und ohne Regen absolvieren. Somit waren auch unsere Resultate ansprechend.  Beim zweiten  Teil, Fuß - Ball - Korb und Ballkreuz, erwischte es uns im vollen Regen und das Terrain glich eher einer kleinen Sumpflandschaft. Da waren wir gegenüber dem Turnfest Büren einen halben Punkt im Rückstand. Nun fehlte noch der dritte Teil mit den beiden Neuen Teilen: 8-er Ball und Unihockey im Team. Hier hatte der Regen wenigstens eine kleine Pause gemacht. Doch beim  8-er Ball glich das Terrain einer Sumpflandschaft. Die Fehlerquellen, mit touchieren von Pfählen oder Stürzen, erhöhte sich sehr . Doch wir konnten beide Teile ohne Ablauffehler und mit wenigen kleinen Fehlern beenden. Den vierten Teil, durften wir in trockener Kleidung im Bierzelt genießen und uns an einem trotz durchzogenen Wetter gelungenen Fest erfreuen. Denn trotz des nun nicht gerade sonnigen Festwetters, waren wir mit dem Schlussresultat zufrieden. Waren wir doch nur 0,4 Punkte unter dem letztjährigen  Resultat.

Unser Wettkampf heißt: "Fit und Fun" diese zwei Begriffe finde ich besonders für uns ältere Semester sehr wichtig. Dank der Teilnahme am Turnfest, haben wir im Training übers Jahr ein Ziel und können uns mit Bewegungen und kurzen Laufstrecken fit erhalten.  Fun heißt für mich immer noch Spaß dabei haben. Sollte mal was nicht ganz so funktionieren wie geplant, ein kleines Lächeln, und vergessen.

In diesem Sinne freue ich mich auf "Turnen am Bielersee 2016"

Kurt  Krieg



Reise 27/28 August

Mann zu Frau, dann klappt es meistens immer. Jedenfalls empfing uns am frühen Morgen des 27. August am Bahnhof Busswil ein herrlicher Duft von frisch geröstetem Kaffee und frischen Gipfeli. Das war nicht immer so. Besten Dank Cornelia, vom Restaurant Siesta. So gestärkt konnten 7 echte Männerriegeler und 5 Gäste die diesjährige Männerriegen-Reise in Angriff nehmen.          

Via Biel, Lausanne fuhren wir mit der Bahn nach Sierre. Kurz nach Biel lechzten unsere Kehlen nach Flüssigkeiten, sodass wir gezwungen waren, ein paar Flaschen edlen Traubensaftes zu entkorken "äh zu öffnen", da Drehverschluss. In Sierre angekommen, gelangten wir nach einem kurzen Fußmarsch zur Standseilbahn, die uns nach Montana hinaufbrachte. Eine Gruppe junger Mädels unterhielt uns mit ihren lauten Gesängen. Sie waren sehr wahrscheinlich nicht ganz alleine unterwegs.

Der Ortsbus besser gesagt dessen Chauffeur fuhr uns zur Talstation. Danach gelangten wir mit der Seilbahn zum Bergrestaurant "Cabane des Violettes". Kaum dort angekommen, erblickten Peter und Max zwei Liegestühle. Sehr gut geeignet um den Mittags- oder Schönheitsschlaf abzuhalten. Nach dem obligatorischen Apéro genehmigten die Mehrzahl der Teilnehmer ein gutes und währschaftes Mittagessen. Nur einer enthielt sich der Nahrung und „futterte“  flüssig, wohlwissend um seinen heiklen Magen. Nach der eher langen Mittagspause (Kommunikationsprobleme) wanderten wir den Murmeltierweg - wo sind sie nur geblieben? Auch Ihnen war es wohl zu heiß. Nach einem steilen Aufstieg und diversen kleinen Abstiegen zur Bergstation Cry d’ Er. Übrigens das Panorama auf das Tal und die Bergkette des südlichen Wallis war fantastisch. In weiter Ferne sahen wir auch den berühmtesten Berg der Schweiz. Mit der Seilbahn gelangten wir nach Crans, um per Fußmarsch, - natürlich mit Zwischenhalt - zu unserer Unterkunft, dem Hotel Valaisia zu gelangen. Da einige unserer Kollegen bei der Zwischenstation der Seilbahn ausgestiegen sind. Sie hatten scheinbar noch zu wenig Bewegung gehabt, waren diese, bei unserem Eintreffen auch schon am genießen eines erfrischenden hellen Traubensafts. Bald schon erfolgte der Zimmerbezug und wir konnten die Vorteile des Hotels, mit Schwimmbad, Hallenbad, Wellness und Sauna inkl. Dampfbad genießen.

Nach dem obligatorischen Apéro, genehmigten wir ein feines 4 Gang-Menü. Am späteren Abend ließ es der Wettergott draußen blitzen und donnern, es regnete in Strömen und Hagelkörner bedeckten die Straßen. Das konnte uns nicht stören, denn zu dieser Zeit waren wir schon lange in der Hotel - Bar.

Nach und nach verschwand jeder in sein Zimmer um sich seinem wohlverdienten Schnarchschlaf  zu widmen.

Übrigens, zum Leidwesen einzelner Kollegen, wurde keine einzige Partie Jass gespielt.

Am anderen Morgen nach einem Währschaften Zmorge, fuhren wir mit dem Ortsbus nach Vermala. Von dort wanderten wir, nach kurzem "Ab" und sehr langen "Auf" entlang einer Suone, (Historische Wasserleitung zur Bewässerung von Weiden und Äckern) zum Tagesziel, der Busstation Aminona. Der Fußmarsch war für uns ältere Herren sehr streng und ging in die Beine. Überhängende Aufstiege und steile Treppen zerrten an unseren Kräften und der Kondition. Aber die wunderschöne Landschaft machte das Laufen etwas einfacher. Unterwegs nach Aminona erblickten vier unserer Kameraden ein Haus, vor dem Tische und Bänke standen. Ist das wohl ein Restaurant? Diese vier Kameraden wollten der Sache auf den Grund gehen und erkundeten diesen Ort. Jawohl, es war eine sogenannte Trink- und Imbissstube und wir vier bestellten beim Wirt eine gelbe Flüssigkeit. Wir trennten uns von den anderen, denn wir zogen es vor, der Straße entlang nach Aminona zur Busstation zu gelangen. Die restlichen acht, ein wenig wanderfreudigere Kollegen marschierten weiter bis zur nächsten Verpflegungsstation. Der Name dieses Lokals war anrüchiger, als das was wir vorfanden. " Gave du Sex ". Von einem düsteren roten Licht war da nichts zu sehen und das Lokal entpuppte sich als sehr gut frequentierte Alpenwirtschaft, mit mittlerer Auswahl an Speis und Trank. Nach erfolgter Stärkung machte sich auch diese Gruppe auf den Abstieg zur Busstation. Mit dem Bus bis Montana und der Standseilbahn erreichten wir Sierre, wo wir den Zug bestiegen. Über Visp, Lötschbergtunnel, Thun, Bern erreichten wir  am Sonntagabend wieder den Ausgangspunkt Busswil, wo wir im Bahnhöfli noch ein kleines Bierchen genehmigten.

Übrigens, der schwierige Sohn von Kurt, äh äxgüsi der Schwiegersohn nahm erstmals an einer MR-Wanderung teil. Christoph würde sich gerne unserer Truppe anschließen, aber erstens ist er noch etwas zu jung und zweitens wohnt er im schönsten Kanton der Schweiz. (Fängt mit A an und hört mit argau auf)

Seltsamerweise wurde auch heute keine einzige Partie mit den Jass Karten gespielt. Kennen wir die Karten nicht mehr, oder waren wir von den Wanderungen und der Hitze so geschafft?

Das Wetter: perfektes Wochenende, blauer Himmel, Sonne, keine Wolken und manches Leibchen war durchtränkt vom Schweiß. Wie sagt man doch. Wenn Engel reisen, lacht der Himmel.  

Zum Schluss danken wir unserem Reiseleiter Kurt für die Vorbereitungen und das Organisieren dieser wunderschönen Reise ins Wallis, merci vielmals.

Wir sind gespannt, wo uns die MR-Reise 2017 hinführt.

 

Der Schreiberling                                                                     Eric Matthey